Wasserkraft

Das Kraftwerk wird durchschnittlich 1,3 Millionen Kilowattstunden regenerativen Strom pro Jahr erzeugen und etwa 400 Haushalte versorgen.
Film zum Bau der WKA: Kerstin Pommerenke, Müllheim, Flugaufnahmen: Ralf Freudenberger, Staufen, Musik: J. Lang - Drops of H2O
Das Turbinenhaus ist mit einer PV-Anlage ausgestattet, die einen 4 kWh-Batteriespeicher läd. Damit wird bei Stromausfall die Steuerelektronik weiter betrieben.
Auch bei Niedrigwasser, hier 300 l/s, ist der Neumagen jetzt für Fische durchgängig.
Bisher konnten Fische die Schwellen bei Niedrigwasser nicht überwinden. Die Schwellen zwischen Einlaufbauwerk und Krafthaus wurden komplett durch Fischtreppen ersetzt.
Allein 100 Kubikmeter Beton wurden für das Turbinenhaus benötigt.
Am Einlaufbauwerk wird der Zufluss zum Kraftwerk gesteuert, damit die notwendige Restwassermenge von 300 l/s im Neumagen bleibt.
90 Einzelrohre von jeweils zwölf Metern Länge und einem Durchmesser von 1,6 Metern bilden die 1100 Meter lange Rohrleitung zwischen dem Einlaufbauwerk am Ortsende von Münstertal und dem Krafthaus in Staufen-Etzenbach.
Die Leitung ist in zwei bis drei Meter Tiefe verlegt, elf Grundstückseigentümer mussten ihre Erlaubnis für die Verlegung der Rohre geben.

Das Jahr 2016 hatte im ersten Halbjahr ein überdurchschnittliches Wasserdargebot!

(Bernhard Kaiser, Kraftwerke Kaiser KG)

Gesamtproduktion im Jahr 2016: 1.203.722 kWh
Dies waren 7,4% weniger, als die Jahresprognose von 1.300.000 kWh erwarten ließ. Trotz der anhaltenden Trockenheit in der 2. Jahreshälfte ist das immer noch ein gutes Ergebnis.

Das Jahr 2017 startete trocken in den Januar, lieferte dann aber bis Ende Juni noch 506.865 kWh, also fast die Häfte des Erwartungswertes.

 

 
 

 

Haben Sie Interesse, das Kraftwerk einmal von innen anzusehen?

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Wasserkraftwerk am Neumagen – Strom für 400 Haushalte

Nach nur neun Monaten Bauzeit wurde am Freitag den 20. November das Wasserkraftwerk am Neumagen zwischen Staufen und Münstertal eingeweiht und in Betrieb genommen. Nach monatelanger Trockenheit gab es mit dem just am Einweihungstag einsetzenden kräftigen Regen dann auch genug Wasser, um die Anlage in Gang zu setzen. Eine Gelegenheit, die sich die Bürgermeister von Staufen und Münstertal, Michael Benitz und Rüdiger Ahlers, sowie die Landtagsabgeordnete Bärbl Mielich und der Erste Beigeordnete der Stadt Müllheim, Günter Danksin, nicht entgehen ließen. Gemeinsam mit Bernhard Kaiser von der Kraftwerke Kaiser KG aus Todtnau, dem Bauherrn des Wasserkraftwerkes, stellten sie den Regler im Turbinenhaus des neuen Kraftwerks auf Start (Foto).

So schnell es vom Spatenstich bis zur Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks auch ging, so lange, nämlich an die 15 Jahre, dauerte es, bis die Erlaubnis zum Bau des Wasserkraftwerkes endlich vorlag. Nur dank der Hartnäckigkeit und dem großen Engagement von  Bernhard und Herbert Kaiser konnte dieser weitere Schritt bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort getan werden. Das Kraftwerk wird durchschnittlich 1,3 Millionen Kilowattstunden regenerativen Strom erzeugen und etwa 400 Haushalte versorgen. 800 000 Euro, etwa ein Drittel der Gesamtkosten in Höhe von 2,4 Millionen Euro bringt die Genossenschaft Bürger-Energie Südbaden (BEGS) als Nachrangdarlehen in die Finanzierung des Kraftwerks ein. 310 Genossen sind schon an der BEGS und damit am neuen Wasserkraftwerk und an neun Photovoltaikanlagen beteiligt.

Etwa 200 Gäste waren der Einladung der Stadtwerke MüllheimStaufen und der BEGS zur feierlichen Einweihung des Wasserkraftwerks gefolgt. Stadtwerke-Geschäftsführer Jochen Fischer freute sich über den zügigen und unfallfreien Bau und dankte allen Beteiligten. Allein 100 Kubikmeter Beton wurden für das Krafthaus benötigt, weitere 230 Kubikmeter für das Einlaufbauwerk. 90 Einzelrohre von jeweils zwölf Metern Länge und einem Durchmesser von 1,6 Metern bilden die 1100 Meter lange Rohrleitung zwischen dem Einlaufbauwerk am Ortsende von Münstertal und dem Krafthaus in Staufen-Etzenbach. Die Leitung ist in zwei bis drei Meter Tiefe verlegt, elf Grundstückseigentümer mussten ihre Erlaubnis für die Verlegung der Rohre geben. Gesteuert und überwacht wird die gesamte Anlage in Todtnau, vom PC von Bernhard Kaiser aus. 1.300 Tonnen CO2 werden durch das Wasserkraftwerk am Neumagen jährlich eingespart. Ein wichtiger Beitrag nicht nur für das Ziel der lokalen Kommunen hin zur klimaneutralen Stadt, sondern auch für die Energiewende in der gesamten Region.

 

Daten zur Wasserkraftanlage am Neumagen

 Anlagenkennwerte und Fahrweise  Kaplan-Turbine mit Permanentmagnetgenerator
 Höhendifferenz  18,5 m
 Durchflussmenge  max. 2,5 m³/s
 Elektrische Leistung  350 kW
 Maximale Stromabgabe  400 kW
 Mindest-Restwassermenge  300 l/s
 Voraussichtliche Strommenge  1.300.000 kWh/a
 Netzeinspeisung  Mittelspannung 20 kV Ebene
 Investitionssumme  rd. 2.400.000 €

 

Pressestimmen

 

Wasser ist derzeit so knapp wie im Sommer (veröffentlicht am Do, 19. Januar 2017 16:28 Uhr auf badische-zeitung.de)

„Turbinenwetter“ zur Einweihung (veröffentlicht am Mo, 23. November 2015 auf badische-zeitung.de)

Bauarbeiten nahezu abgeschlossen (veröffentlicht am Di, 27. Oktober 2015 auf badische-zeitung.de)

1100 Meter Rohrnetz (veröffentlicht am Sa, 18. Juli 2015 auf badische-zeitung.de)

Regenerativer Strom aus Wasserkraft (veröffentlicht am Fr, 29. Mai 2015 auf badische-zeitung.de)

Strom für 400 Haushalte – Spatenstich für Kleinkraftwerk am Neumagen (veröffentlicht am Fr, 08. Mai 2015 auf badische-zeitung.de)

Im Oktober soll das Wasserkraftwerk am Neumagen in Betrieb gehen (veröffentlicht am Mi, 06. Mai 2015 auf badische-zeitung.de)

Der Neumagen soll wieder Strom liefern (veröffentlicht am Sa, 14. März 2015 auf badische-zeitung.de)

Ein Fluss mit reichlich Energie (veröffentlicht am Di, 25. Juni 2013 auf badische-zeitung.de)   (Standort 2)